Hilfe und ›häufig gestellte Fragen‹
zu dieser Website

Übersicht

  1. Hilfe und ›häufig gestellte Fragen‹ zu dieser Website
  2. Was heißt »EIKOTA«?
  3. Wie funktioniert die Seitenauswahl?
  4. Warum ist die Schrift so schlecht lesbar?
  5. Warum sieht diese Website so seltsam aus?
  6. Internet-Standards und Internet-Browser
  7. Empfehlenswerte Browser und Versionen
  8. Validator-Links
  9. Warum werden auf dieser Website Webfonts benutzt?
  10. Welche Schrift­arten werden auf dieser Website benutzt?
  11. Brotschrift
  12. Auszeichnungsschriften
  13. Lizenzen
  14. Welche Dateiformate werden auf dieser Website benutzt?
  15. PDF-Dateien
  16. ODT-Dateien
  17. ZIP-Archive
  18. SIT-Archive
  19. Wozu all diese Links zu Wikipedia-Artikeln?
  20. Werden all diese Fragen wirklich häufig gestellt?
  21. Anmerkungen

Zuerst das Wichtigste in Kürze:

Auf dieser Seite werden die in neben­stehender Über­sicht auf­geführten Fragen behandelt. Für sonstige Probleme … muss ich leider wieder auf das Formular für Anfragen verweisen.

Was heißt »EIKOTA«?

Eikóta, (alt-)griechisch εἰκότα,¹ sind Wahr­scheinlich­keits­gründe oder -beweise, allgemein auch einfach, was wahrscheinlich ist — ein zentraler Begriff der antiken Rhetorik und teilweise auch der Philosophie. Zu den εἰκότα nimmt die Argumentation Zuflucht, wo sie sich nicht auf sichere Beweise stützen kann; und schon die Antike weiß, dass dies sowohl in zahl­reichen Fragen des all­täglichen Lebens notwendig ist, welches ja ganz in der Sphäre der Kontingenz spielt, als auch gerade bei manchen Grund­satz­fragen der Philo­sophie (jedenfalls wenn man Platons Timaios erst nimmt — vgl. 29b–d und öfter²). Daher möchte ich die auf dieser Website versammelten Notizen einmal unter den Begriff (den Titel,³ das Motto) εἰκότα stellen: keine großartigen Theorien, keine letzt­gültigen Erkennt­nisse (oder auch nur der Anspruch darauf), aber immerhin ein paar Dinge, die (mir) aus guten Gründen wahr erscheinen und durchaus brauchbar sind.

Wie funktioniert die Seitenauswahl?

Die Seitenauswahl in der linken Rand­spalte versucht Kompakt­heit mit Klarheit zu verbinden. Sie zeigt immer an, in welcher Rubrik dieser Web­site Sie sich gerade befinden, und ermöglicht die Wahl zwischen den Seiten und Unter-Rubriken innerhalb dieser Rubrik. Um in eine andere Rubrik auf gleicher oder höherer Ebene zu wechseln, klicken Sie zuerst eine über­geordnete Rubrik an und wählen dann dort die gewünschte Unter-Rubrik. Das klingt kompliziert, funktioniert aber einfach und hält die Navigation kompakt. (Ein vollständiges Inhalts­verzeichnis bietet die Sitemap.)

Achtung: Da die Seitenauswahl mit dem Seiten­inhalt mitläuft (mit­gescrollt wird), kann sie zeit­weise aus dem sicht­baren Ausschnitt des Browser-Fensters geraten. Scrollen Sie dann die aktuelle Seite ganz nach oben, um die Seiten­auswahl wieder sichtbar zu machen. Am bequemsten geht das mit der Home/​Pos1-Taste Ihrer Tastatur (soweit vor­handen) oder mit einem Klick auf das Symbol ▴ rechts unten am Seitenende.

Warum ist die Schrift so schlecht lesbar?

Windows-Rendering ohne ClearType

Schrift-Rendering unter Windows 2008 ohne ClearType

Sieht die Schrift ähn­lich aus wie auf dem oben stehen­den Bild? Und be­nutzen Sie einen Com­puter mit einer älte­ren Ver­sion des Betriebs­systems Micro­soft Win­dows? Dann sind Sie wahr­schein­lich auf ein gene­rel­les Problem mit der Schrift­darstellung unter Windows gestoßen, das nicht nur diese Web­site, sondern die Text­darstellung überhaupt betrifft: wenn nicht das unter Windows ClearType genannte Subpixel-Rendering installiert und aktiviert wird, stellt Windows die meisten nicht eigens für den Bild­schirm erstellten Schrift­arten recht ruinös dar. Die Lösung ist einfach: ClearType sollte installiert bzw. aktiviert werden, um die Dar­stellung deutlich zu verbessern. Das Ergebnis zeigt folgende Abbildung:

Windows-Rendering mit ClearType

Schrift-Rendering unter Windows XP mit ClearType

Zugegebener­maßen ist auch diese Dar­stellung noch nicht ideal, was u. a. damit zu tun hat, dass die auf dieser Web­site ver­wendete Brot­schrift (die OFL-Version der Alegreya, siehe unten) nicht eigens für den Bild­schirm ent­worfen oder manuell ge­hintet wurde. Ich räume daher ein, dass die Wahl dieser Schrift­art für das Lesen am Bild­schirm nicht perfekt ist, vielmehr einen Kompromiss zwischen Les­barkeit, technischen Anfor­derungen (ver­fügbarem Zeichen- und Stil­vorrat etc.) sowie per­sönlichen ästhe­tischen An­sprüchen bildet. Jedoch zeigen andere Betriebs­systeme und Rendering-Engines (etwa Mac OS X, ebenso FreeType auf Linux-Varianten), dass dennoch eine sehr gute, jedenfalls bequem lesbare Dar­stellung möglich ist:

Rendering unter Mac OS X 10.6

Zum Vergleich: Schrift-Rendering unter Mac OS X (10.6)

Das Problem der schlechten Schrift­darstellung ist daher offenbar vor allem eine Frage des Betriebs­systems und seiner Schrift-Rendering-Engine. Unter Windows sollte man daher ClearType instal­lieren bzw. anschalten, und wer dann noch nicht zu­frieden ist (vermutlich nicht nur mit dieser Website, sondern auch mit der ander­weitigen Darstellung besonderer Schriften), könnte ja … vielleicht doch einmal über alternative Betriebs­systeme nach­denken.

Warum sieht diese Website so seltsam aus?

Falls Sie das Aussehen dieser Website als befremdlich empfinden, so kann dies natürlich einfach daran liegen, dass Sie in Bezug auf die Gestaltung von Internet­seiten einen ganz anderen Geschmack haben als ich (das ist unser gutes Recht: über Geschmack … Sie wissen schon). Es ist ebenso möglich, dass ich bei der Aktualisierung dieser Website einen Fehler gemacht habe und sie nun vorübergehend falsch dargestellt wird — irren ist menschlich; hoffentlich finde ich das Problem bald.

Wahrscheinlicher ist allerdings, dass der von Ihnen gerade benutzte Internet-Browser die Web-Standards XHTML 1.0 (Datei­format), CSS Level 2 und tlw. 3 (Formatierung) sowie Unicode bzw. UTF-8 (Zeichensatz bzw. Kodierung) nicht korrekt umsetzt.

Internet-Standards und Internet-Browser

Man sollte es kaum glauben, aber das kommt auch heute noch vor, obwohl die genannten Standards nun schon einige Jahre alt sind; beispiels­weise stellt der gelegentlich noch benutzte Internet Explorer 6, der mit Windows XP ausgeliefert wurde, XHTML und CSS recht mangelhaft dar, und sogar die weit verbreitete Version 8 dieses Programmes hat noch erhebliche Probleme mit manchen CSS-Eigen­schaften. Dazu kommt das generelle Problem, dass sich viele ältere Betriebs­system- und Programm­versionen nur einge­schränkt auf Unicode verstehen.

Ich bedauere dadurch entstehende Schwierig­keiten sehr, aber an der Ignoranz gewisser Software­hersteller kann ich leider nichts ändern. Gegebenen­falls sollten Sie daher erwägen, zu einem die genannten Standards erfüllenden Browser zu wechseln, denn wenn Ihr Browser diese Website nicht richtig darstellt, dann bildet er höchst­wahr­scheinlich auch zahlreiche andere moderne Websites nur mangel­haft ab.

Empfehlenswerte Browser und Versionen

Viele Browser setzen die Internet-Standards nämlich inzwischen weit­gehend korrekt um, oft auch schon in älteren Versionen. Praktisch tadel­los dar­gestellt werden die Seiten dieser Website u. a. von folgenden Browsern (in Klammern die älteste getestete Version):

Da eine perfekte Darstellung auch in älteren Internet-Explorer-Ver­sionen einen erheblichen Zusatz­aufwand erfordern würde und tlw. sogar zu Konflikten mit den Web-Standards führen kann, gestatte ich mir, auf dieser Website die Eigen­willigkeiten der älteren Internet-Explorer-Ver­sionen weit­gehend zu ignorieren; d. h., die Darstellung sollte im Internet Explorer 8 zwar lesbar sein, zeigt aber einige ästhetische sowie kleinere funktionale Mängel.

Um die Einhaltung der Web-Standards auf dieser Website anzudeuten und zu garan­tieren, finden Sie auf (fast) jeder Seite in der Rand­spalte Links zu den W3C-Validatoren, die mit einem einzigen Klick die Über­prüfung des verwendeten XHTML- und CSS-Codes gestatten. Sollten Sie einmal bemerken, dass der W3C-Test auf einer Seite fehl­schlägt, so bitte ich Sie herzlich um eine kurze Nachricht mit Angabe der be­troffenen Seite(n). Danke­schön!

Warum werden auf dieser Website Webfonts benutzt?

Sicher, die Verwendung von Web­fonts hat Nachteile: längere Lade­zeiten, Schwierig­keiten mit älteren Browsern und allerlei kleinere Dar­stellungs­probleme. Inzwischen über­wiegen aber meiner Meinung nach die Vor­teile von Web­fonts ihre Nach­teile deutlich. Am besten lassen sich diese Vor­teile mit einem kurzen Rück­blick erläutern:

Lange Zeit war ordentliche Typo­grafie im World Wide Web nur im aller­einfachsten Sinne möglich. Die Formatierung mit CSS (besonders ab Level 2) machte zwar vieles möglich, etwa die Korrektur der Lauf­weite; aber noch immer konnte man sich nie darauf verlassen, dass eine bestimmte Schrift­art wirklich bei jedem Anwender installiert war, hatte man keinen Zugriff auf typo­grafische Alltags-Werkzeuge wie Medi­äval­ziffern, echte Kapitälchen oder korrekt hoch- und tief­gestellte Zeichen und hatte man keine Möglich­keit, das Kerning zu be­ein­flussen, welches gerade bei Standard-Schriften oft mangel­haft ist.

Gerade in diesen Punkten haben Web­fonts deutliche Ver­besserun­gen gebracht, und da sie im Zuge des Über­gangs zu CSS3 und HTML5 nun allgemein verbreitet und einiger­maßen standar­disiert wurden, möchte ich nicht länger auf die groß­artigen Möglich­keiten ver­zichten, die sie bieten, nämlich sorg­fältige und v. a. be­rechen­bare Typo­grafie mit den nötigen Fein­heiten.

Welche Schrift­arten werden auf dieser Website benutzt?

Brotschrift

Ehre, wem Ehre gebührt: als Brot­schrift wird auf dieser Web­site Alegreya benutzt, eine wunder­schöne (Neo‑)​Re­naissance-Anti­qua, die um 2009 von Juan Pablo del Peral entworfen wurde. Während die pro­fessio­nelle Version dieser Schrift­familie, Alegreya ht Pro, bei Huerta Tipográfica zu kaufen ist, ver­wende ich hier die offene Ver­sion, die Anfang 2012 unter der SIL Open Font License (OFL) in der Open Font Library, bei FontSquirrel sowie bei Google Fonts er­schien. Die grie­chischen Schrift­zeichen stammen aus Gentium, eine freien, seit 2000 von Victor Gaultney ent­wickelten Schrift­familie mit be­ein­druckendem Zeichen­reper­toire, die kosten­los bei SIL herunter­geladen werden kann.

Beide Schrift­arten sind nicht speziell für die Bild­schirm­dar­stellung aus­gelegt, vielmehr wurde Alegreya ur­sprünglich v. a. für den Satz litera­rischer Texte, Gentium als uni­verselle Text­schrift for the nations ent­worfen. Sie bilden aber einen guten Mittel­weg zwischen auf dem Monitor besonders gut les­baren, doch im Detail oft grob­schlächtigen Fonts einer­seits und typo­grafisch perfekt aus­geführten, aber in aufge­pixelter Form schwer lesbaren Satz­schriften anderer­seits (zur Frage der Les­barkeit vgl. oben). Deshalb habe ich Alegreya auch für diese Web­site gewählt und Gentium zur Ergänzung heran­gezogen.

Auszeichnungsschriften

Als Aus­zeichnungs- und Titel­schrift sowie für Sonder­bereiche werden einige weitere Schrift­arten heran­gezogen. Alle Schriften sind in folgender Tabelle zusammen­gefasst:

Verwendung Schrift­art Entwerfer Bezug
Grund­schrift Alegreya mit
Alegreya SC
Juan Pablo del Peral OFL-Version: Open Font Library bzw. Font­Squirrel;
Pro-Version: Huerta Tipo­gráfica
Griechischer Text Gentium Victor Gaultney bei SIL
Haupt­über­schriften Rosarivo Pablo Ugerman bei FontSquirrel
Navi­gation und Formu­lare Telex ht Andrés Torresi bei Huerta Tipográfica
Fest­breiten-Text Inconsolata Raph Levien auf Leviens Homepage;
bei FontSquirrel

Ein kleiner Vergleich deutet die Eigenschaften dieser Schriftarten an:

Ra Ra Ρα Ra Ra
Alegreya Rosarivo Gentium Telex ht Inconsolata

Für die Konversion aller Schriften in diverse Webfont-Formate danke ich dem Webfont Generator von FontSquirrel.

Lizenzen

Open Font License

Alle genannten Schrift­arten stehen unter der SIL Open Font License (OFL). Diese erlaubt aus­drücklich das freie Kopieren, Ver­breiten und Ver­ändern der Schriften, sodass die Ver­wendung der genannten Schriften als Webfonts auf dieser Website nach meinem Ver­ständnis erlaubt und korrekt ist. Daher möchte ich den Ent­werfern aller Schrift­arten besonders nicht nur für die Ent­wicklung dieser Fonts, sondern auch für die vor­bild­liche Freigabe unter der OFL danken.

Die Webfonts tragen auf dieser Website aller­dings andere Namen, um Ver­wechs­lungen mit den originalen Fonts zu vermeiden, da ich die Schriften etwas für meine Zwecke angepasst habe und die OFL in solchen Fällen aus­drücklich eine Um­benennung fordert. Wenn Sie Inter­esse an diesen Schriften haben, sollten Sie daher normaler­weise nicht die Webfonts von meiner Website kopieren, sondern die originalen Schriften verwenden, die für die meisten Anwendungen viel besser geeignet sind; Bezugs­quellen werden in der oben stehenden Tabelle genannt. Sollten Sie allerdings speziell an meinen ange­passten Schriften Interesse haben, so können Sie auch diese gerne verwenden: als ab­ge­leitete Werke stehen sie wie die Originale unter der OFL.

Der Schriftzug EIKOTA wurde aus der Schrift Yellow Magician von Erico Lebedenco gesetzt, die unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0) steht.

Welche Dateiformate werden auf dieser Website benutzt?

PDF-Dateien

Verschiedene herunter­ladbare Materialien sind im PDF-Format gespeichert; sie sind meist an dem begleitenden Icon PDF-Icon erkennbar. Um PDF-Dokumente zu betrachten, auszu­drucken etc., benötigen Sie ein geeignetes Programm, entweder den quasi-offiziellen Adobe Reader (das Standard-Programm zum Betrachten von PDF-Dateien; proprietär, aber kosten­los, für zahl­reiche Betriebs­systeme er­hältlich), oder eine der vielen Alter­nativen (vgl. Liste von PDF-Software ).

Die PDF-Dokumente auf dieser Website enthalten keinerlei Scripte, Makros etc., sie können daher auch keine Viren oder andere Schad­software enthalten.

ODT-Dateien

Open­Document-Text­dateien sind formatierte Text­dateien, ähnlich den weit verbreiteten Formaten DOC, DOCX und RTF, aber im Gegen­satz zu letzteren wirklich als offener, klarer und gut dokumen­tierter, deshalb leicht zu ver­arbeitender und zukunfts­sicherer Standard definiert. Auf dieser Website sind ODT-Dateien meist an dem be­gleitenden Icon ODT-Icon erkennbar. Zum Öffnen und ggf. Be­arbeiten dieser Dateien empfehle ich wärmstens Libre­Office; Sie können diese Dateien aller­dings auch mit Apache Open­Office oder — unter Ein­schränkungen — mit MS Office (ab Version 2007 SP 2) öffnen.

ZIP-Archive

Größere oder mehrteilige Dateien werden komprimiert als ZIP-Archiv abgelegt. Zum Entpacken von ZIP-Archiven existieren zahl­reiche Programme; mit vielen Betriebs­systemen bzw. Distri­butionen wird bereits passende Software mit­geliefert. Sollten Sie dennoch ein De­komprimierungs­programm benötigen, so empfehle ich Ihnen bei­spiels­weise für Windows das freie 7-Zip.

SIT-Archive

Einige ältere, vor allem für Mac OS (X) gedachte Dateien können noch als StuffIt-Archive (*.sit) abgelegt sein. De­komprimieren können Sie diese z. B. mit dem kosten­losen StuffIt Expander (ab Version 5.5) von Smith Micro Software (früher Aladdin Systems).

Diese Links sollen weder belehrend sein noch rühren sie von einer Wikipedia-Manie her: sie sind einfach nur ein Angebot. Sie sollen es leichter machen, auch Fach­ausdrücke, Eigen­namen usw. zu ver­wenden, die vielleicht nicht jeder­mann geläufig sind — wer diese Begriffe nicht kennt, kann sie also mit einem Klick nach­schlagen, alle anderen können diese Links einfach ignorieren. Wenn das Internet schon ein non­lineares, ver­netztes Medium ist, dann muss man doch auch wenigstens einige der Vorteile aus­nutzen, die es bietet, und sei es nur diese bequeme Begriffs­erklärung. Freilich ist es schwer abzu­schätzen, welche Begriffe nun erklärungs­bedürftig sein dürften und welche nicht; daher ist die Ver­linkung immer wieder unver­meidlich in­konsequent.

Werden all diese Fragen wirklich häufig gestellt?

Einige schon, andere weniger. Darum habe ich ›häufig gestellte Fragen‹ ja auch in Anführungs­zeichen gesetzt — weil frequently asked questions (FAQ) eben ein fest­stehender Begriff bzw. eine einge­bürgerte Form zur Wissens­ver­mittelung ist. Ich vermute nämlich, dass es sich auf vielen, auch kommer­ziellen Websites nicht anders verhält: wirklich häufig wird wohl meist nur ein Teil der Fragen gestellt, alle anderen Antworten sollen aller­lei Eventua­litäten vorbeugen oder sind (in einigen Fällen) sogar schlicht als Auskunft maskierte Werbung.

Anmerkungen

  1.  Plural von τὸ εἰκός, -ότος: das Gleichende, Ähnliche, bes[onders] das dem Wahren oder Rechten Aehnliche, [also] Wahr­scheinliche, Natürliche, Billige, Schick­liche (Passow/​Rost/​Palm s. v.); substanti­viertes Partizip Perfekt Neutrum von εἴκω: gleichen, ähneln, belegt fast nur als Perfekt ἔοικα: ähnlich sein, gleichen, scheinen, geziemen, wahr­scheinlich sein; bei den Attikern gerne als urbaner Ausdruck eines Schlusses, sogar oft wo die größte Gewiß­heit ausgedrückt werden soll (Pape s. v.). Vergleiche zur Erst­information auch die Artikel im Liddell/​Scott/​Jones, online im Perseus-Projekt: ἔοικα und τὸ εἰκός. Die genaue Bedeutung im Einzel­fall ist freilich subtil; gerade dort, wo man diese Wörter mit ›wahr­scheinlich‹ übersetzt, ist stets zu fragen, in welchem Sinne wahr­scheinlich.
  2.  Zugestanden: wenn man den Timaios erst nimmt; tatsächlich haben einige Interpreten sogar den ganzen Dialog als bloßes Spiel abgewertet (immer noch beispiel­haft Ernst Howald: »Εἰκὼς λόγος«, in: Hermes 57 (1922), 63–79). Dies halte ich aber — wie viele andere — nun wirklich für ein Miss­verständnis von Abschnitten wie Timaios 59c/d. Daran, dass der Dialog trotz vieler scherz­hafter und spielerischer Passagen, beispiels­weise der die Seelen­wanderungs­lehre eher parodie­renden als lehrenden Coda 90e–92c, seinem Verfasser insgesamt durchaus ernst war, können m. E. kaum Zweifel bestehen. Zu fragen bleibt nur eben, wie er denn genau zu verstehen sei — denn dass Timaios’ Vortrag nicht als plane Lehr­meinung des Verfassers zu nehmen ist, sondern als kunst­voller Diskurs, der gerade im Spiel der Erör­terung Wahr­heiten aus­spricht oder an­deutet, diese Komplexität teilt der Timaios schließ­lich mit allen anderen Dialogen Platons. Aber das ist kein Thema für eine Fußnote auf der Hilfe-Seite einer Website …
  3.  Als Titel wurde εἰκότα bereits von dem schwedischen klassischen Philo­logen Albert Wifstrand (1901–1964) verwendet, der eine Reihe kleinerer Ver­öffent­lichungen unter dem Sammel­titel Eikota. Emendationen und Inter­pretationen zu griechischen Prosaikern der Kaiser­zeit zusammen­fasste (8 Teile, Lund 1932 bis 1964, wobei ich Teil 6 noch nicht nachweisen konnte). Hier besteht aber wohl kaum Ver­wechslungs­gefahr, sodass ich es nicht für unverschämt halte, denselben Titel zu gebrauchen, zumal εἰκότα im Prinzip ein generischer Begriff ist, der immer wieder als Titel verwendet werden kann, ähnlich wie ›Essays‹ (eigentlich ›Versuche‹), ›Fragmente‹ und Ähnliches.
  4.  Interessanterweise besteht das Problem nicht darin, dass der Internet Explorer 8 nur ein bestimmtes CSS-Level er­kennen würde, sondern vielmehr darin, dass er einerseits teils sogar neue (CSS-Level‑3‑)​Eigenschaften unterstützt, andererseits oft ältere (CSS-Level‑2‑)​Eigen­schaften immer noch nicht oder nur mangel­haft umsetzt. Dies gilt zwar in abge­milderter Form auch für viele andere Browser, aber der Internet Explorer zeigt doch die ausge­prägtesten Idio­synkrasien dieser Art. Es ist befremdend, dass ein Programm einerseits die (durchaus komplexe) @font-face-Direktive umsetzt (freilich nicht ohne lästige Eigen­willig­keiten), anderer­seits noch nicht einmal die moderne CSS-Syntax ::before/::after (mit doppeltem ::) versteht, deren Implemen­tation kaum eine Zeile Code benötigen dürfte … Und zur Krönung will das Programm immer wieder aus teils uner­findlichen Gründen in seinen so genannten ›Kompatibilitäts­modus‹ umschalten, der aber nicht etwa ›kompatibler‹, sondern mit so ziemlich allem inkompatibel ist.
  5.  Beispiels­weise unter­stützt der Internet Explorer bis ein­schließ­lich Version 8.0 SVG-Grafiken offenbar überhaupt nicht; auch Webfonts im standar­disierten WOFF-Format werden erst seit Version 9.0 unter­stützt.
  6.  Diese Laufweiten-Korrektur (die CSS-Eigenschaft letter-spacing) wurde aller­dings prompt von vielen Browsern nur mangel­haft, nämlich nur in ganzen Pixel-Schritten umgesetzt. Für die typo­grafische Fein­arbeit ist sie damit wertlos.
  7.  Alegreya is a typeface originally intended for literature. Among its crowning characteristics, it conveys a dynamic and varied rhythm which facilitates the reading of long texts. Zitiert nach Huerta Tipográfica | Download Alegreya ht Pro, zuletzt auf­gerufen: 4. Mai 2013; derselbe Text steht auch auf der Google-Fonts-Seite für Alegreya sowie auf diversen anderen Websites.
  8.  Gentium is a typeface family designed to enable the diverse ethnic groups around the world who use the Latin, Cyrillic and Greek scripts to produce readable, high-quality publications. Zitiert nach Victor Gaultney, Gentium — a typeface for the nations, zuletzt auf­gerufen: 18. Juni 2016.
  9.  Auf meine Ver­antwortung gehen einige Sonder­zeichen, Inter­punk­tionen und Akzente, allerlei teils eigen­willige Ergänzungen zum Kerning sowie die Lauf­weiten-Erhöhung und die ver­stärkte Vor­breite der Inter­punktionen : ; ? !, die etwa dem klassischer­weise vor diesen Zeichen vor­geschriebenen Haar­spatium entspricht. Die letzt­genannten Änderungen dürften den meisten Benutzern aller­dings eher seltsam vor­kommen, weshalb ich »normalen« Anwendern empfehle, nicht meine Adaption der Schriften, sondern die Originale zu benutzen.